Veranstaltungen aktuell

 

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Übersicht

   
Mittwoch, 5. Mai 2010
19.30 Uhr

Café Chaos, Fulda
Hochschulcampus, Marquardstraße
Dr. Christian Siefkes:
Freie Software als Keimform einer besseren Gesellschaft?
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Montag, 10. Mai 2010
19:30 - 21:30 Uhr

Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9
Wiesbaden
Werner Rügemer: „ArbeitsUnrecht - Anklagen und Alternativen“ ... mehr
Dienstag, 25. Mai 2010
19:30 - 21:30 Uhr

Georg-Buch-Haus
Wellritzstr. 38a, Wiesbaden

Krisenregion Naher Osten - Wurzeln eines Konflikts - Wege zum Frieden

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Donnerstag, 27. Mai 2010
19:30 Uhr

Niddastr. 64
(Nähe Hautbahnhof über Karlstaße)
4. Stock, Konferenzraum

Rosa’s Club
„Griechenlandhilfe“, „Euroalarm“; etc.!

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Mittwoch, 2. Juni 2010
19:30 Uhr
ÖkoHaus, Saal, Kasseler Str. 1a
(Nähe Westbahnhof, S3, S4, S5)
Der Journalismus und die Krise -
Krise des Journalismus?
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Mittwoch, 5. Mai 2010
19:30 Uhr

Café Chaos
Fulda Hochschulcampus Marquardstraße

Freie Software als Keimform einer besseren Gesellschaft?

Mit Dr. Christian Siefkes

In den letzten Jahrzehnten ist eine neue Produktionsweise in Erscheinung getreten, die unter Namen wie „commonsbasierte Peer-Produktion“, „Commonismus“ und „Peer-Ökonomie“ diskutiert wird. Beispiele dieser Produktionsweise finden sich bisher vor allem im

Bereich der Informationsproduktion und Informationstechnik. Hier umfasst sie etwa Freie Software wie das Betriebssystem GNU/Linux,

den Webserver Apache und den Webbrowser Firefox; Freie Kulturgüter wie die freie Enzyklopädie Wikipedia oder Freie Musik; die

Open-Access-Community, die durch Schaffung von freiem Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Experimentaldaten das

wissenschaftliche Wissen wieder in ein allen zur Verfügung stehendes Gemeingut verwandeln will, und Freie Funknetze, die als selbstorganisierte

Computernetzwerke freien Datenverkehr zwischen Computern ermöglichen und freie Zugangspunkte ins Internet zur Verfügung stellen.

Viele Autoren betrachteten Peer-Produktion zunächst als bloße Spielart der kapitalistischen Produktionsweise. Im Kontext des Oekonux-Projekts wurde dann erstmals die These diskutiert, dass das Produktionsmodell Freier Software als Ansatz einer neuen Produktionsweise zu begreifen sei. Seit einigen Jahren verbreitet sich die Idee, dass es sich um eine dritte Produktionsweise handelt, die sich sowohl von der marktwirtschaftlichen („Kapitalismus“) wie auch von der planwirtschaftlichen („Realsozialismus“) Produktion grundlegend unterscheidet. Christian Siefkes erklärt, dass diese Produktionsweise grundsätzlich für die gesamte gesellschaftliche Produktion in Frage kommt – dass es sich nicht nur um eine Ergänzung, sondern um eine echte Alternative zum Kapitalismus handelt.

Dr. Christian Siefkes ist Informatiker, Blogger beim Projekt www.keimform.de und Autor des Buches „Beitragen statt tauschen. Materielle Produktion nach dem Modell Freier Software“.

Er hat eine Serie von fünf Blogartikeln über die Möglichkeiten materieller Peer-Produktion geschrieben, die einen Überblick über die Kernideen des Peerconomy-Modells liefert.
Sie ist hier zu finden.

 

 

 

Werner Rügemer: „ArbeitsUnrecht - Anklagen und Alternativen“

  • Arbeitnehmer müssen immer mehr arbeiten und bekommen immer weniger bezahlt: Warum eigentlich?
  • Tarifforderungen der Gewerkschaften werden immer als zu hoch bezeichnet, während nie nach der Höhe des Gewinns der Unternehmen gefragt wird: Warum eigentlich?
  • Arbeitslose bekommen immer weniger Geld und werden trotzdem immer mehr als Schmarotzer beschimpft: Warum eigentlich?

Montag, 10. Mai 2010 19.30 – 21.30 Uhr
Pariser Hoftheater Spiegelgasse 9 Wiesbaden
Eintritt frei

Flyer zum Download

Vielleicht haben Sie sich solche Fragen und ähnliche Fragen auch schon gestellt. Wir haben den Kölner Publizisten Werner Rügemer eingeladen, der sich seit langem damit beschäftigt. Er hat die professionell gestaltete Steuerflucht nicht nur von reichen Leuten, sondern von Unternehmen aufgedeckt. Er hat in seiner Heimatstadt als erster auf die Korruption beim Bau der Kölner Müllverbrennungs-Anlage hingewiesen. Schon 1999 hat er die dubiosen „Cross Border Leasing“-Geschäfte der Kommunen entschlüsselt, seine Veröffentlichungen haben dazu geführt, dass durch Bürgerinitiativen in vielen Städten solche Geschäfte verhindert wurden. Diese und ähnliche Geschäfte der Banken haben zur Finanz- und Wirtschaftskrise geführt – und das Arbeits-Unrecht ist ein Teil davon.

Gleichzeitig mit der Freigabe der Hedgefonds („Heuschrecken“) und der grenzenlosen Bankenspekulation hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer seit dem Jahr 2000 auch gezielt das bisherige Arbeitsrecht ausgehebelt (Hartz I bis IV). Der Staat hat den Niedriglohnsektor aufgebaut und subventioniert ihn bis heute. Leiharbeit, die zunächst befristet war, ist jetzt unbefristet möglich. Verdachts- und Bagatellkündigung – alles möglich. Unbezahlte Überstunden, Überwachung im Betrieb – scheinbar Routine. Gleichzeitig wurden und werden die Arbeitslosen entrechtet, ausgespäht, beschimpft, sie können zu Zwangsarbeit verdonnert und mit dem Entzug des kümmerlichen Arbeitslosengeldes II bestraft werden.

Nach der immer noch herrschenden (Irr)lehre sollen die Beschäftigten möglichst wenig verdienen, aber immer mehr kaufen. Das kann natürlich nicht gut gehen, vielmehr liegt hier auch eine Ursache der Krise.

Warum rettet der Staat die Verursacher der Krise, obwohl die geretteten Banken zwar wieder hohe Gewinne machen, aber der Volkswirtschaft weiter schaden?

Der Widerstand ist bisher gering. Es ist aber eine Überlebensfrage, daß er stärker wird. Was können wir dazu tun?

Werner Rügemer, interventionistischer Philosoph, Dr. phil., Köln, arbeitet als Publizist und Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. Mehr über unseren Referenten erfahren Sie in seiner Homepage www.werner-ruegemer.de

Veranstalter und Referent freuen sich auf diskussionsfreudige Besucherinnen und Besucher. Meinungen sind ausdrücklich gefragt. Streit ist erlaubt. Der Eintritt zu Veranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist frei.

Bitte vormerken: Vortrag und Diskussion zum Thema „Krisenregion Naher Osten – Wurzeln eines Konflikts – Wege zum Frieden“ mit Wolfgang Gehrcke, Sprecher für Außenpolitik und internationale Zusammenarbeit der Partei DIE LINKE, am 25.05.2010 um 19.30 Uhr im Georg Buch-Haus, Wellritzstraße 38 a in Wiesbaden (weitere Information in der Anlage).

Kontakt:
Dr. Michael Forßbohm
Herderstraße 31
65185 Wiesbaden
zu Hause 0611 30 94 33
dienstlich 0611 31 28 15
unterwegs 0151 22 62 04 07
forssbohm (at) t-online.de

 

 

 

  Wolfgang Gehrke:

Krisenregion Naher Osten – Wurzeln eines Konflikts – Wege zum Frieden

Dienstag, 25. Mai 2010
19:30 - 21:30 Uhr

Georg-Buch-Haus Wellritzstr. 38a
Wiesbaden
Eintritt frei

Flyer zum Download

Ist Frieden zwischen Israel und den Palästinensern noch möglich?
Wie kann der Nahost-Konflikt gelöst werden?
Können die deutschen Linken einen positiven Beitrag dazu leisten?

In Vortrag und Diskussion benennt Wolfgang Gehrke die Wurzeln des Konflikts, seine Entstehung und Entwicklung im Lauf von mehr als 100 Jahren. Er zeigt die verschiedenen Strömungen innerhalb des Zionismus auf und erinnert an die Auseinandersetzungen in der deutschen Arbeiterbewegung mit dem Antisemitismus. Er untersucht die Begleiterscheinungen der Staatsgründung Israels im Kontext des deutschen Faschismus und des Holocaust sowie des beginnenden "Kalten Kriegs". Er diskutiert die Bedeutung von Behgriffen wie Zionismus, Kolonialismus, Imperialismus und ihres jeweiligen Gegenparts: Antizionismus, Antikolonialismus und Antiimperialismus als Reizwörter der aktuellen Debatte.

In Vortrag und Diskussion will der Referent einen Beitrag dazu leisten, dass Kenntnis und Erkenntnis an die Stelle von Bekenntnis treten.

Wolfgang Gehrke
Geboren 1943, 1961 Eintritt in die KPD, 1968 Gründungsmitglied der DKP, seit 1991 an führenden Positionen in der PDS tätig, 1998 bis 2002 und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und außenpolitischer Sprecher der LinksFraktion, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss

Buchtipp:
Wolfgang Gehrke/Jutta von Freyberg/Harri Grünberg: Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt - Papyrossa Verlag 2009, 270 S., 16,90 €

Kontakt:
Dr. Michael Forßbohm
Herderstraße 31
65185 Wiesbaden
zu Hause 0611 30 94 33
dienstlich 0611 31 28 15
unterwegs 0151 22 62 04 07
forssbohm (at) t-online.de

 

 

 

Rosa’s Club:

„Griechenlandhilfe“, „Euroalarm“; etc.!

Do. 27. Mai 2010
19:30 Uhr

Niddastr. 64
(Nähe Hautbahnhof über Karlstaße)
4. Stock, Konferenzraum

Ein Gespräch über Berliner Stabilitätsübungen und Geisterbahnfahrten
mit Sabine Leidig (MdB)

Der Begriff „Griechenland-Hilfe“ klang noch ein bisschen nach europäischer Solidarität und nach Angela Merkels mütterlicher Kombination von Herzenswärme, und gebotener Strenge mit den „Pleitegriechen“. Tatsächlich war und ist Griechenland vor allem lediglich die Verrechnungsstelle für fällige Zahlungen an vorwiegend europäische Kreditgeber. Bankenhilfe 2.0!

Ist aber mittlerweile schon egal, denn kaum war die Griechenlandhilfe durchgewunken, erscholl es mit hohem Tremolo: „Europa steht auf dem Spiel“ (Merkel). Und immer größer und gewaltiger werden die „Rettungsschirme der Steuerzahler. Was wäre geschehen, wenn die „Griechenlandhilfe“ so nicht durchgegangen wäre? Und jetzt die Euro-Garantien“. Wie liefen die Diskussionen um das Abstimmungsverhalten von Grünen, SPD und Linken? Steht der Euro (und damit letztlich de EU) tatsächlich auf dem Spiel oder handelt es sich um eine Art von Panik-Marketing, um auf diese Weise einen Sozialabbau im europäischen Maßstab durchzusetzen?

Sabine Leidig ist als (hessische) Bundestagsabgeordnete der Linken - sozusagen - teilnehmende Beobachterin im Berliner Krisen-Theater und deswegen kompetente Informationsmittlerin über Hintergründe und Stand der Dinge des aktuellen Buhnenstücks: „Rettet unseren Euro!“

Wir finden zudem, dass wir mit diesem Thema gut und passend ein neues Veranstaltungsformat ausprobieren können: „Rosas Club“. Hier soll kein Vortrag „vom Podest“ im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen, sondern - nach einem thematischen Impuls des Gastes, also Sabine Leidigs - eben Diskussionen, Fragen und Antworten in einem überschaubaren Gesprächsrahmen. Ob es uns bereits am 27. Mai gelingt, nden Euro alternativ und sozial gerecht zu retten, hängt von Eurer/Ihrer Mitwirkung ab. Oder bescheidener: Wir laden zu einem sicher interessanten Gespräch über Vorder-, Hinter- und Abgründe der aktuellen Euro-Diskussion ein.

 

 

Der Journalismus und die Krise – Krise des Journalismus?

Mittwoch, 2. Juni 2010
19:30 Uhr
ÖkoHaus, Saal
Kasseler Str. 1a
(Nähe Westbahnhof, S3, S4, S5)

Vorstellung der Studie »Wirtschaftsjournalismus in der Krise« (Otto Brenner Stiftung) über die Berichterstattung zur Krise in der deutschen Presselandschaft mit den Autoren:

Wolfgang Storz und Jürgen Arlt

In mehreren Veranstaltungen zur Medienpolitik hatten wir uns immer wieder die Frage gestellt, wie sich eigentlich der ›mainstream‹ in der etablierten Presse durchsetzt.

Jetzt haben Dr.Wolfgang Storz, Chefredakteur der Frankfurter Rundschau von 2002 bis 2006, danach freier Publizist und Lehrbeauftragter an der Universität Kassel und Dr. Hans-Jürgen Arlt, Publizist und Lehrbeauftragter am Otto Suhr-Institut in Berlin eine Studie vorgelegt, in der sie über einen längeren Zeitraum detailliert die Berichterstattung zum Thema ›Krise‹ in »meinungsführenden« Zeitungen, von DPA und ARD analysieren und dokumentieren.

Die Erkenntnisse der im März präsentierten Studie über die deutsche Medienlandschaft sind vernichtend. »Der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus hat als Beobachter, Berichterstatter und Kommentator des Finanzmarktes und der Finanzmarktpolitik bis zum offenen Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise schlecht gearbeitet; Pfusch am Bau nennt man das im Handwerk« (Storz, Arlt). Erst nach dem Crash im Herbst 2008 waren leichte Korrekturen in Zeitungsredaktionen feststellbar. Noch schlechter fällt ihr Fazit für die ARD-Fernsehsendungen »Tagesschau« und »Tagesthemen«, sowie für die Nachrichtenagentur DPA aus, die auch danach noch die neoliberale Fahne hochhielten: »DPA und ARD-aktuell machten auch dann in ihrer handwerklich schlechten Alltagsroutine einfach weiter wie bisher«.Mit dieser Studie bekommt die manchmal pauschalisiert vorgetragene Behauptung »neoliberaler Mainstream« nun ein empirisches Gesicht und Gewicht. Wir freuen uns, die Studie mit den beiden Autoren Euch/Ihnen vorstellen zu können.

Die Studie, eine Kurz- und Zusammen­fassung sowie eine ganze Reihe von Materialien im Zusammenhang mit der Studie können auf der Website der Otto-Brenner-Stiftung herunter geladen werden: www.otto-brenner-stiftung.de. Die Langfassung in der Printausgabe kann dort auch bestellt werden.

 

 

 

   

 

Forum für Bildung und Analyse - Rosa Luxemburg in Hessen e.V.
Niddastr. 64 - 60329 Frankfurt - Tel.: 069 - 27 13 59 77 - Email: info [at]rlf-hessen.de