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Profil der Rosa Luxemburg Stiftung,
Hessen (Forum für Bildung und
Analyse).
Das hessische Rosa-Luxemburg-Forum
will politische, gesellschaftliche
und kulturelle Entwicklungen mit
verschiedenen Bildungsangeboten kritisch
begleiten. Als regionaler Partner
der Rosa-Luxemburg-Stiftung sehen
wir unsere Arbeit in der langen Tradition
des antifaschistischen und antistalinistischen
Kampfes für einen demokratischen,
humanistischen und freiheitlichen
Sozialismus. In dieser Tradition
sehen wir unsere Namenspatronin Rosa
Luxemburg, aber ebenso unzählige
StreiterInnen auf der Linken, die
in unterschiedlicher Weise und von
verschiedenen Ansätzen her ihre
jeweiligen Beiträge für
einen emanzipatorischen Gesellschaftsentwurf
geleistet haben.
In der Bildungsarbeit an den Werten
und Zielen eines weitgehend selbst
bestimmten Lebens in demokratisch
gestalteten sozialistischen Gesellschaften
festzuhalten, heißt deswegen
hier & heute – gerade in
einem Augenblick, in dem durch weltweite
Krisen der bisherige neoliberale
mainstream massiv in Frage gestellt
wird - dass wir in unsere alltäglichen
Bildungsarbeit immer auch den konkret-utopischen
Blick auf die Möglichkeit einer „anderen
Welt“ öffnen wollen.
Wir bewegen uns damit in keinem
gesellschaftspolitischen Vakuum.
Wir möchten im Idealfall
in unseren Foren Menschen, ReferentInnen,
Wissenschaftlerinnen, ExpertInnen
und TeilnehmerInnen zusammenbringen,
damit aus Erkenntnissen, Denkansätzen
und Diskussionsergebnissen letztlich
politische Praxis werde. Insofern
verstehen wir uns weder als bildungspolitischer
Elfenbeinturm, noch als ‚Vorfeld’ der
uns nahe stehenden Partei, der Linken,
sondern – wiederum im Idealfall – als
Plattform praxisorientierter Nachdenklichkeit
und Produzent von Denkanstößen.
Und zwar in beiden Richtungen: Gegenüber
einer interessierten, breiten, linken Öffentlichkeit
und einer praktisch handelnden Linken.
Die Formulierung von Zielen ist
notwendig, alleine schon um den Abstand
von
Zielen und Realität ermessen
und in der Perspektive verkleinern
zu können. Die Rosa Luxemburg
Stiftung, Hessen (Forum für
Bildung und Analyse in Hessen) existiert
in Hessen seit dem Jahr 2000. Als
Marginalie begonnen, haben wir in
Frankfurt (M) über die Jahre
Gewicht und Profil gewonnen. Als
tatsächlich ‚hessischer’ d.h.
landesweiter Verein befinden wir
uns dagegen in einer Pioniersituation.
Ende 2008 werden wir in Giessen,
Marburg und Kassel durch Rosa- Luxemburg-Clubs
als lokale Akteure präsent sein.
Der Rosa Luxemburg Club Wiesbaden
hat bereits ein erfolgreiches Jahresprogramm
absolviert. Mit dieser Regionalisierung
ist auch eine Diversifikation unserer
Themenbereiche angedacht, so haben
wir in Wiesbaden Veranstaltungen
zum Gesundheitsbereich durchgeführt,
ein Themenkomplex, den es bei uns
bisher nicht gab. Mit den neuen Clubs
erhoffen wir uns auch einen zusätzlichen
Input an neuen Ideen und Themen.
Bisherige Schwerpunkte werden weiter
ausgebaut. So wollen wir mit unserer
Frankfurter Reihe ‚Mainopolis’ Themen
zur Regionalentwicklung und Stadtgestaltung
immer wieder aufgreifen. Unsere Zusammenarbeit
mit linken KommunalpoliterInnen im
Rahmen des hessischen Kommunalpolitischen
Forums zielt auch hier letztlich
darauf, theoretische Ansätze
und praktische kommunalpolitische
Erfahrungen gegenseitig kommunizierbar
zu machen und so für die Entwicklung
linker kommunalpolitischer Initiativen
nutzbar zu machen.
Der konkrete themenorientierte
Dialog ist auch unser Ansatz für die
Reihe unserer Veranstaltungen mit
internationalen Gästen. In einer
zunehmend globalisierten Welt, nähern
sich die Konfliktlinien so weit an,
dass ein internationalistischer Erfahrungsaustausch
immer auch unmittelbar die politische
Praxis hierzulande berührt -
selbst bis hin zur Kommunalpolitik.
Eben: „Think global, act local“.
Die besonderen „Hessischen
Verhältnisse“, d. h. die
Parlamentskonstellation, Tolerierung
(oder: alternativ die Neuwahlen)
erfordern unsere besondere Aufmerksamkeit
und kontinuierliche Begleitung.
In Zeiten der zunehmenden ideologischen
Legitimationskrise des Kapitalismus
wollen wir dem wachsenden Bedürfnis
nach den Grundlagen eines antikapitalistischer
Selbstverständnisse nachkommen.
2008/2009 bieten wir deswegen zwei
Seminarreihen an: „Bausteine
für eine Neue Linke“ und „Einführung
in die Geschichte der Arbeiterbewegung“,
in denen jeweils über die Traditionslinien
- und nach vorne gerichtet eben über
die Bausteine einer sozialistischen
Orientierung im XXI Jahrhundert diskutiert
wird. Die Reihe „Bausteine..“ veranstalten
wir parallel in Kassel und Frankfurt.
Die „Einführung…“ zunächst
nur in Frankfurt.
Unsere Bildungsarbeit besteht schließlich
in einem weiteren Sinne darin, eine
offene Plattform für linke Diskussionen
zu sein. In diesem Sinn sind wir über
unsere eigenen Veranstaltungen hinaus
immer auch an Projektkooperationen
interessiert und für Initiativen
und Anregungen dankbar und offen.
Kontakt:
Rosa Luxemburg Stiftung, Büro
Frankfurt am Main
Niddastr. 64 (4. Stock)
60329 Frankfurt am Main
Fon: 069-27135977 oder: 0173 6096103
mail: info@rlf-hessen.de
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